Babyratgeberin

Baby schläft nicht – sanfte Hilfe ohne Schreienlassen

Wenn Babys schlecht schlafen, steckt oft Übermüdung, Überreizung oder ein Nähe-Bedürfnis dahinter. Wir bauen gemeinsam einen Rhythmus auf, der zu euch passt – ohne harte Methoden.

Warum passiert das?

  • Übermüdung: Das Baby hat das Schlaffenster verpasst und ist zu müde zum Einschlafen.
  • Überreizung: Zu viele Eindrücke tagsüber – besonders in den ersten Lebensmonaten.
  • Nähe-Bedürfnis: Babys sind biologisch darauf ausgelegt, in Kontakt mit Bezugspersonen zu schlafen.
  • Hunger oder Wachstumsphasen: Besonders in Schüben schlafen viele Babys schlechter.
  • Fehlende Routine: Kein regelmässiges Signal, dass Schlafzeit kommt.
  • Entwicklungssprünge: In diesen Phasen ist das Gehirn auf Hochtouren.

Was hilft sofort?

1

Reize senken

Licht dimmen, Geräusche reduzieren, das Tempo verlangsamen – mindestens 30–45 Minuten vor dem Schlafen.

2

Körperkontakt & ruhige Stimme

Deine Nähe ist das Sicherheitssignal deines Babys. Halte es ruhig, spreche leise und gleichmässig.

3

Gleiches Einschlafritual

Maximal 10–15 Minuten: immer dieselbe Abfolge (z.B. wickeln, stillen oder Flasche, ein Lied, Schaukeln). Das Gehirn lernt das Muster.

4

Müdigkeitsfenster beachten

Babys haben ein kurzes Fenster, in dem sie am leichtesten einschlafen. Typische Signale: gähnen, wegsehen, Augen reiben.

5

Weissem Rauschen ausprobieren

Viele Babys schlafen mit gleichmässigem Geräusch (Ventilator, Sausegeräusch) deutlich schneller ein.

Was hilft langfristig?

Langfristig helfen ein altersgerechter Tagesrhythmus (keine zu langen Wachphasen, passende Schlafzeiten) und ein konsistentes Abendritual. Wichtig: Schlafprobleme lösen sich selten über Nacht. Plane 1–2 Wochen für spürbare Veränderung ein. Ein individueller Schlafplan, der auf dein Baby und deinen Alltag abgestimmt ist, macht den grössten Unterschied.

Bereit für konkrete Hilfe?

Ich begleite dich Schritt für Schritt – liebevoll und ohne Schreienlassen.

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Wann ärztlich abklären?

Bitte sprich mit deiner Kinderärztin oder deinem Kinderarzt, wenn dein Baby trotz mehrerer Beruhigungsversuche nicht schläft, wenig trinkt, Gewicht verliert oder du den Eindruck hast, dass Schmerzen hinter dem Weinen stecken (z.B. Ohrenschmerzen, Bauchkrämpfe).

Häufige Fragen

Ab welchem Alter kann ich an Schlafgewohnheiten arbeiten?

Sanfte Anpassungen sind ab ca. 3 Monaten sinnvoll. Vor diesem Alter orientiere dich am Bedarf deines Babys – Routinen kommen mit der Zeit.

Muss mein Baby alleine schlafen lernen?

Nein. Es gibt viele Wege. Ob Beistellbett, Co-Sleeping oder eigenes Zimmer – wichtig ist, dass ihr Sicherheit fühlt und schlafen könnt.

Wie lange dauert es, bis sich der Schlaf verbessert?

Bei konsequenter Umsetzung einer sanften Routine sehen viele Familien erste Verbesserungen nach 5–10 Tagen.

Ist es schlimm, wenn mein Baby nur an der Brust oder mit Schaukeln einschläft?

Nein – das ist natürlich. Es kann aber mit der Zeit anstrengend werden. Mit sanften Übergängen lässt sich das verändern, ohne Trauma.

Gemeinsam finden wir den Weg.

Jedes Baby ist anders – und ich nehme mir die Zeit, eure Situation wirklich zu verstehen.