Baby wacht nachts alle 30–90 Minuten auf – was hilft wirklich?
Häufiges nächtliches Erwachen ist bei Babys normal – aber wenn es sich über Monate zieht, ist es erschöpfend. Ich helfe dir zu verstehen, was dahintersteckt und wie du die Nächte sanft verbessern kannst.

Warum passiert das?
- Natürliche Schlafzyklen: Babys haben kürzere Schlafzyklen (45–60 Min) als Erwachsene und erwachen zwischen den Zyklen.
- Schlaf-Assoziationen: Das Baby kann nur mit externer Hilfe (Brust, Schaukeln) wieder einschlafen.
- Hunger: Besonders in Wachstumsphasen oder bei gestillten Babys mit kurzen Stillabständen.
- Überreizung tagsüber führt zu schlechterem Nachtschlaf.
- Zahnen oder Entwicklungssprünge: Kurzfristig normales Phänomen.
- Fehlendes Sicherheitsgefühl: Babys, die sich tagsüber wenig sicher fühlen, wachen nachts häufiger auf.
Was hilft sofort?
Beim Aufwachen kurz warten
Viele Babys wachen auf und schlafen selbstständig wieder ein – wenn man ihnen 1–2 Minuten Zeit gibt. Nicht jedes Geräusch bedeutet "ich brauche Hilfe".
Nächtliche Reaktion reduzieren
Wenn du sofort eingreifst, lernt das Baby, dass es dich braucht. Sanft abwarten und erst bei echtem Weinen reagieren.
Tagesschlaf optimieren
Zu wenig Schlaf tagsüber führt oft zu schlechterem Nachtschlaf – entgegen der Intuition.
Letzte Mahlzeit timing
Eine sättigende Mahlzeit kurz vor dem Einschlafen (Cluster-Feeding am Abend) kann die Schlafstrecken verlängern.
Abend-Routine stärken
Je klarer und ruhiger das Einschlafritual, desto stabiler wird oft der Nachtschlaf.
Was hilft langfristig?
Häufiges nächtliches Erwachen verbessert sich meistens deutlich, wenn du dem Baby beibringst, alleine zwischen den Schlafzyklen wieder einzuschlafen. Das geht sanft und ohne Schreienlassen – zum Beispiel durch schrittweise Ablösung von Schlafassoziationen. Ich begleite dich dabei mit einem individuellen Plan, der zum Alter deines Babys passt.
Bereit für konkrete Hilfe?
Ich begleite dich Schritt für Schritt – liebevoll und ohne Schreienlassen.
Nacht-Beratung buchenWann ärztlich abklären?
Wenn dein Baby nachts weint und du Anzeichen von Schmerzen bemerkst (z.B. Ziehen an den Ohren, Bauch ist hart, Fieber), gehe zum Arzt. Besonders Reflux oder Mittelohrentzündungen können zu verstärktem nächtlichen Erwachen führen.
Häufige Fragen
Ab wann schläft ein Baby "durch"?
Viele Babys können ab 4–6 Monaten längere Schlafphasen halten (5–6 Stunden). Manche brauchen bis 9–12 Monate. "Durchschlafen" ist relativ – auch 5–6 Stunden ist ein grosser Fortschritt.
Was bedeutet "45-Minuten-Intruder"?
Babys haben einen Schlafzyklus von ca. 45 Minuten. Am Ende jedes Zyklus wachen sie kurz auf. Das Problem ist, wenn sie dann nicht wieder alleine einschlafen können.
Muss ich beim Stillen/Flasche in der Nacht aufhören?
Nicht unbedingt. Bis 6 Monate sind nächtliche Mahlzeiten normal. Danach kann man schrittweise reduzieren – je nach Kind und Bedürfnis.
Hilft ein Elternbett beim Durchschlafen?
Bei manchen Familien ja – besonders beim Stillen. Wenn alle gut schlafen, ist das eine valide Option. Ich helfe dir, sicher co-schlafen zu können.
Gemeinsam finden wir den Weg.
Jedes Baby ist anders – und ich nehme mir die Zeit, eure Situation wirklich zu verstehen.